BAFEP 21, Wien

Projektdaten

Verfahren
Wettbewerb
Bauherr
MA 10 - Wiener Kindergärten
vertreten durch MA56 - Wiener Schulen
Mollardgasse 87
1060 Wien
Auftraggeber
AK F ZT GmbH
Maria-Lassnig-Straße 33 1.17/23
1100 Wien
Ort
Freytaggasse/Schloßhofer Straße, 1210 Wien
Planungsbeginn
10/2021
Baubeginn
04/2024
Fertigstellung
06/2027
Baukosten
Auftragsumfang
BIM Gesamtkoordination, Generalplanungsmanagement

Im Rahmen des geplanten Neubaus der BAFEP 21, einer Bildungsanstalt für Elementarpädagogik mit zehn-gruppigem Praxiskindergarten in Wien Floridsdorf, wurde ein Architekturwettbewerb ausgelobt. Nun wird in Kooperation mit den Gewinnern des Wettbewerbs, der AK F ZT GmbH, an der weiterführenden Planung gearbeitet. Für die Ausformulierung wesentlich ist die Ausrichtung des Bauplatzes am Kreuzungspunkt zweier Straßen inmitten eines heterogenen Umfelds sowie der Gedanke Innen- und Außenbereiche in Form einer lebendigen Lern- und Spiellandschaft miteinander zu verknüpfen.

Die neue Bildungsanstalt mit Praxiskindergarten positioniert sich als straßenbegleitendes Element und generiert infolgedessen einen großzügigen Freiraum, der vor Lärm, Verkehr und neugierigen Blicken geschützt ist. Aus der Kubatur entwickelt sich eine fein abgestufte Terrassierung, die Innen und Außen zu einer eng verzahnten Bildungslandschaft verbindet und jedem Department einen thematisch angepassten Freiraum zuschreibt.

Am Kreuzungspunkt der beiden Straßen bildet die Gebäudekubatur ihren Höchstpunkt aus und spannt einen Vorplatz auf. Dieser schafft eine klare Adresse für die Bildungsanstalt und bietet als Ort der Begegnung einen Mehrwert für den Stadtraum. Von diesem gelangt man sowohl direkt über den Haupteingang in die großzügige Aula als auch über die externe Erschließung zu den Turnsälen, in die Bibliothek sowie in den Fest- bzw. Veranstaltungssaal. An der gegenüberliegenden Seite des Gebäudes markiert die geringste Gebäudehöhe und das Zurückspringen der Fassade den Zugang zum Praxiskindergarten. Dabei spielt der menschliche Maßstab eine wesentliche Rolle, welcher insbesondere die kindliche Identifikation mit einem Ort entschieden steigert.Im Gebäudeinneren werden BAFEP und Kindergarten jeweils direkt miteinander verbunden. Kurze Wege, Durchblicke, Ausblicke und Programmierung vermitteln zwischen den verschiedenen Bereichen.

Der Garten besticht durch seine klare Zonierung. Topografie und Bepflanzung schaffen Begegnungsräume und Rückzugsorte. Die Bereiche der BAFEP und des Kindergartens werden so geteilt, sind aber weiterhin über die Durchwegung und eine gemeinsame, versickerungsoffene Rollerbahn verbunden. Die Bewegungszone wendet sich mit Hartplatz und Fitnessgeräten der angrenzenden Freytaggasse zu. Sie kann sich bei Bedarf zum Grätzl öffnen und so eine vermittelnde Funktion zur Nachbarschaft übernehmen.
Von der Straße abgewandt ist der Freibereich des Kindergartens mit seinen vielfältigen Spielgeräten, Sand-Matsch-Bereich, Naschgarten sowie ökologischem Lehrgarten angeordnet. Der Bereich der Kleinstkinder mit unterschiedlich gestalteten Flächen zum Krabbeln und Spielen schmiegt sich direkt an das Gebäude. Die Terrassen führen die lebendige Gestaltung des ebenerdigen Freiraumes in Form von intensiv begrünten Dachflächen, Baumpflanzungen, urban gardening und vielfältigem Mobiliar für interaktives Lernen weiter.

Das umfassende ökologische Konzept sieht neben den vielseitig gestalteten Grünflächen auch bewachsene Pergolen und Fassaden, Nebel- und Wasserspielelemente sowie helle, versickerungsoffene Bodenbeläge vor. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Kombination aus Fernwärme und Wärmepumpentechnologie. Zudem ist eine großflächige Photovoltaik Anlage am Dach des Gebäudes vorgesehen.