Österreichische Botschaft, Jalan Diponegoro 44, Jakarta

Projektdaten

Verfahren
Wettbewerbsverfahren
Bauherr
Auftraggeber
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten,
Minoritenplatz 8,
1014 Wien
Ort
Jalan Diponegoro 44, Menteng, Jakarta Pusat 10310
Planungsbeginn
06/2007
Baubeginn
Fertigstellung
Baukosten
0,8 Mio. (netto)
Auftragsumfang
Projektstudie

Der Neubau der österreichischen Botschaft in Jakarta stellt in mehreren Punkten eine Herausforderung dar: Grundstückslage, Funktionen, Sicherheitsstandards und klimatische Bedingungen zwingen dem Planer enge Vorgaben auf, innerhalb derer ein einzigartiger und repräsentativer Entwurf entstehen soll.

In diesem Entwurf wurden getrennte Sicherheitszonen durch das Verschieben der Baukörper zueinander geschaffen. Ein auskragender Teil des Bereichs für Visawerber dient als Sichtschutz und bauliche Trennung zu dem Bereich, der nur für Angestellte zugänglich ist. Verbunden werden die zwei Längstrakte durch eine multifunktionale Halle, die als Veranstaltungssaal, Besprechungsraum, Ausstellungsfläche oder Aufenthaltsbereich Verwendung findet. Sie dient außerdem als durchgängige Erschließungs- und Aufenthaltszone über die gesamte Grundstückstiefe, die im geschützten Freibereich ihre Fortsetzung findet.

Ein auskragendes Dach dient einerseits als Schutz vor Überwärmung und interpretiert andererseits das klassische indonesische Walmdach neu, vorgelagerte Lamellen schützen zusätzlich vor Monsun, Emissionen, Ausschreitungen und anderen unangenehmen Einflüssen von außen. Ein eigener Bauteil zur Straße dient als Barriere, Schleuse und Aufenthaltszone für Securitypersonal und repräsentiert darüberhinaus die Gesamtanlage nach außen, da der relativ niedere Baukörper von der Straße nur wenig wahrnehmbar ist.