AHS Baden

Projektdaten

Verfahren
Wettbewerb
Bauherr
Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. Unternehmensbereich Schulen
Trabrennstraße 2 c
1020 Wien
Auftraggeber
Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. Unternehmensbereich Schulen
Trabrennstraße 2 c
1020 Wien
Ort
Mühlgasse 67, 2500 Baden
Planungsbeginn
05/2023
Baubeginn
Fertigstellung
Baukosten
keine Angabe
Auftragsumfang
Wettbewerb gemeinsam mit Freimüller Söllinger Architektur ZT GmbH

Die neue AHS in Baden mit den Schwerpunkten Ökologie, Nachhaltigkeit und Digitalisierung kombiniert Themen wie Umwelt, Gesundheit und soziales Engagement mit offenen, flexiblen und kooperativen Lernwelten. Diese Themen spiegeln sich auch im Gesamtentwurf wider, in der Gebäudeformation und ihrer Vernetzung mit dem Umfeld, dem Zusammenspiel von Freiräumen mit dem Inneren, der Wahl der Baumaterialien und ihrer Konstruktion, dem nachhaltigen Energie- und Freiraumkonzept sowie der räumlichen Flexibilität.

Ausgehend von einer rechteckigen Kubatur wird im Norden ein Atrium eingeschnitten, dessen Volumen im Süden mittig angedockt wird. So entsteht eine stimmgabelartige Form, welche aus zwei Klassentrakten und einem zentralen Sondertrakt besteht. Der Turnsaal kommt unterhalb des östlichen Klassentraktes zu liegen und ist dem großen Sportplatz direkt zugeordnet.

Eine Brücke im zweiten Obergeschoss verbindet beide Klassentrakte. Die Terrassierungen und umlaufenden Balkone verknüpfen das Innere mit dem Äußeren, bilden Freiklassen und zusätzliche Aufenthaltsbereiche.

Die „Grüne Aula“ ist vielseitig bespielbar und bietet Sitz- und Aufenthaltsbereiche, die zum Verweilen einladen. Großzügige Verglasungen bilden eine Einheit mit dem Turnsaal und dem Außenraum. Die Klassenzimmer können sich in das Freie erweitern, in den Pausen bieten Bäume Schatten, Bänke laden zum Aufenthalt ein und Freitreppen samt Brücke ermöglichen auch einen Zugang der Geschosse von außen.

Die Aula verbindet alle drei Gebäudetrakte und Geschosse miteinander und wird dadurch zum zentralen Treff- und Orientierungspunkt innerhalb der Schule. Im Erdgeschoss verbindet sie den Haupteingang mit dem Zugang aus Norden und Süden. Die Mensa mit vorgelagerter Terrasse und die zuschaltbaren Mehrzweck- und Gruppenräume des südlichen Gebäudetraktes ermöglichen eine großzügige Veranstaltungszone mit fließendem Übergang ins Freie. Das soziale Herzstück bildet die Treppenanlage mit ihren Sitzpodesten und Atrien. Die Klassentrakte sind nutzungsoffen und flexibel gestaltet, sodass Erweiterungen jederzeit möglich sind.

Der Haupteingang bietet einen großzügigen Eingangsbereich mit überdachten Fahrradabstellplätzen und einem barrierefreien Stellplatz. Im Süden des Gebäudes sind Lerninseln und Rückzugsorte in der bestehenden Baumreihe situiert.

Die Tragkonstruktion wird als eine CO2-optimierte Stahlbetonkonstruktion errichtet. Die Fassadenelemente werden aus vorgefertigten Holzleichtbauwänden hergestellt, welche die CO2 Bilanz des Gebäudes noch zusätzlich reduzieren.

Jeder Klassentrakt beinhaltet acht Klassenzimmer mit dazwischenliegenden Gruppenräumen, Lernnischen und Pausenflächen. Es entstehen offene, flexible und kooperative Lernwelten mit unterschiedlichsten Sichtbezügen. Die Terrassenflächen und umlaufende Balkonbänder werden dabei zu erweiterten Bildungsräumen.