Bildungs- und Innovationscampus Gelsenkirchen

Projektdaten

Verfahren
Wettbewerb
Bauherr
Gelsenkirchener Entwicklungsgesellschaft mbH
Ebertstraße 30
45879 Gelsenkirchen
Auftraggeber
Gelsenkirchener Entwicklungsgesellschaft mbH
Ebertstraße 30
45879 Gelsenkirchen
Ort
Ebertstraße 30, 45879 Gelsenkirchen
Planungsbeginn
02/2026
Baubeginn
Fertigstellung
Baukosten
keine Angabe
Auftragsumfang
Wettbewerb

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Der barrierefreie, nachhaltige Bildungs- und Innovationscampus setzt als wegweisendes Großprojekt der Gelsenkirchener Stadtentwicklung ein starkes, adressbildendes Zeichen an einer zentralen Verkehrskreuzung.
Im städtischen Kontext integriert sich der Neubau in das bestehende Kultur- und Freizeitgefüge aus Musiktheater, Zentralbad und Musikschule und führt diese Institutionen zu einem zusammenhängenden urbanen Ensemble zusammen.
Der Baukörper wird als Stützen-Riegel-Konstruktion aus Holz- und Stahlbeton-Fertigteilen ausgeführt und artikuliert sich über ein transparentes, zweigeschossiges Sockelbauwerk, welches als offenes ‚Ankergeschoss‘ fungiert. Die großflächige Verglasung öffnet das Haus, macht die dort verorteten Werkstätten, Labore und Gemeinschaftsbereiche visuell erlebbar und transportiert den innovativ-technischen Charakter direkt nach außen.
Über diesem kommunikativen Sockel erheben sich drei kompakte, gestaffelte Volumen für Fach- und Synergiebereiche.
Die rationale Fassadenstruktur basiert auf vorgefertigten Holztafelelementen mit einer robusten Aluminiumverkleidung. Vertikale und horizontale Aluminium-Gliederungselemente erzeugen eine plastische Tiefenwirkung, während eine abgestufte Blautönung der drei Baukörper sowie akzentuierte Einschnitte und Loggien der Gesamtkomposition eine prägnante visuelle Identität verleihen.
Die innere Erschließung erfolgt intuitiv und schwellenlos über das repräsentative, zweigeschossige Hauptfoyer an der Florastraße, an das sich Mensa, Seminarzentrum und ein durchgesteckter Werkhof anschließen. Die flexibel teilbaren Werkstattbereiche (Kfz, Elektro, Bau, Metall) sind über großflächig öffenbare Fassaden direkt mit dem Werkhof verbunden.
In den Obergeschossen sind die Unterrichts- und Laborräume entlang der natürlich belichteten Außenwände angeordnet, während die Erschließungskerne, Nebenräume und offenen Lernzonen die kommunikative Mittelzone bespielen. Eine markante Brückenkonstruktion verbindet die drei Baukörper und dient geschossübergreifend als großzügige Aufenthalts- und Pausenzone. Lufträume, flexible Sichtachsen sowie integrierte Vorhänge und Schiebewände erlauben einen schnellen Wechsel zwischen transparenten Synergieflächen und reizarmen Rückzugsorten. Die modulare Struktur garantiert zudem die autarke Nutzbarkeit einzelner Einheiten wie des Seminarbereichs oder der Mensa außerhalb des regulären Schulbetriebs.
Das Freiraumkonzept folgt konsequent dem Leitbild einer klimaangepassten Schwammstadt. Die Nutzung von Regenwasser zur Bewässerung reduziert zusätzlich den Frischwasserverbrauch.