Josefhof, Graz

Projektdaten

Verfahren
Wettbewerb
Bauherr
Krankenanstalten Immobilien GesmbH.,
Stiftingtalstrasse 4-6,
8010 Graz
Auftraggeber
Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau,
Linke Wienzeile 48-50,
1060 Wien
Ort
Graz-Mariatrost, Haideggerweg 1, 8044 Graz
Planungsbeginn
06/2014
Baubeginn
Fertigstellung
Baukosten
19,0 Mio. (netto)
Auftragsumfang
Wettbewerb

Die Gesundheitseinrichtung Josefhof besticht durch ihr einzigartiges präventivmedizinisches Angebot wie auch durch den ebenso einzigartigen Standort.
In einem zweistufigen EU-weiten Wettbewerb wurden baukünstlerische Entwürfe zur Erweiterung und teilweisen Neuerrichtung des gewachsenen Bestandes gesucht.
Die Lage an der südlichen Hangkante einer Sattelfläche mit prächtigem Ausblick legt eine Reihung der Baukörper entlang dieser Kante nahe. Das Ensemble teilt sich in zwei Gebäude mit gläsernem Verbindungsgang, sodass sich zusammen mit dem ergänzten Bestand drei stark gegliederte Körper als Kette aneinanderreihen. Damit können auch die geforderten Dimensionen in die Umgebung eingebettet und an den vorhandenen Maßstab angepasst werden.
Die Baukörper teilen den Freibereich in eine nördliche Ankunftszone und eine nach Süden abfallende Aktivzone für die Gäste mit Terrassen, Pool- und Saunabereich, sowie diversen Sportanlagen. Dementsprechend sind sämtliche Räume mit direktem Bezug zu dieser Zone südseitig angeordnet. Der Hauptzugang findet sich hingegen auf der Nordseite, wo ein Knick in der Grundstückskante zur Schaffung eines nahezu ebenen Vorplatzes genutzt wird.
Aus der horizontalen Anordnung ergibt sich auch eine vertikale Zonierung: Von unten nach oben gliedern sich die Gebäude in eine Aktivebene mit Freiraumbezug, eine allgemeine Ebene mit Lobbybereich, Seminar- und Untersuchungsräumen, und in die darüber angeordneten Wohnwinkel mit vielfältigen Fernblicken und gemeinschaftlichen wie auch individuellen Freibereichen in Form von Loggien und Dachterrassen.
Die charakteristische Form ergibt sich formal aus dem ebenfalls winkelförmigen Bestandsgebäude des Johannhofes, wie auch aus den verschiedenen Richtungsbezügen und –Knickungen.
Das massive Sockelbauwerk wird durch vielfältige Öffnungen und großzügige Glasflächen gegliedert und ermöglicht so die optimale Verbindung zur naturbelassenen Umgebung.
Die Wohngeschosse setzen sich in ihrer Form wie auch in ihrer Fassadenausformung deutlich vom Sockel ab. Die Auflösung der Außenkante mittels Loggien und Dachterrassen verleiht ihnen eine wesentlich zartere Präsenz und leitet zu einem wohnlichen Maßstab über.