Jugend- und Stadtteilzentrum Auguste-Viktoria-Allee, Berlin

Projektdaten

Verfahren
Wettbewerb
Bauherr
Bezirksamt Reinickendorf Serviceeinheit Facility Management
Teichstraße 65
13407 Berlin
Auftraggeber
Bezirksamt Reinickendorf Stadtentwicklungsamt
Eichborndamm 215
13437 Berlin
Ort
Auguste-Viktoria-Allee 16C, 13403 Berlin
Planungsbeginn
07/2021
Baubeginn
Fertigstellung
Baukosten
Auftragsumfang
Wettbewerb

„Ein Ort für den Stadtteil, ein Haus für alle.“

Der Entwurf stellt sich der Verantwortung und dem Anspruch, seine Qualität auch in einer noch unbekannten Zukunft unter Beweis zu stellen. Er vermittelt eine klare Botschaft an die Öffentlichkeit und soll eine klare Position im Quartier vermitteln: offen, transparent, sozial nachhaltig, wertorientiert sowie zukunftsfähig und ökologisch.

Ein neues Jugend- und Stadtteilzentrum soll anstelle des Jugendcafés „Laiv“ in der Auguste-Viktoria-Allee errichtet werden. Das Konzept für den neuen, zweigeschossigen Baukörper nimmt Rücksicht auf das angrenzende Umfeld mit der denkmalgeschützten Segenskirche und dem öffentlichen Spielplatz in Verbindung mit der Auguste-Viktoria-Allee und fügt sich gehölzschonend in den Baumbestand ein. Die Grünanlage des neuen Zentrums wird zu einer naturgerechten Oase für alle. Vorplätze und Sitzmöglichkeiten sorgen für Erholung und Austausch.

Die Räumlichkeiten des Stadtteilzentrums öffnen sich zum Vorplatz und der Allee hin und bilden eine klare Verbindung zum Straßenraum. Im Erdgeschoss befindet sich ein Nachbarschaftscafé mit Küche. Beratungs- und Gruppenräume sind im Obergeschoss situiert. Durch raumhohe Öffnungen in den Jugendräumen und der Küche des Jugendzentrums im Erdgeschoss entsteht ein fließender Übergang von innen nach außen. Diese Räumlichkeiten werden durch ein Lernlabor, einen Proberaum, eine Kreativwerkstatt und einen Gruppenraum im Obergeschoss ergänzt. Das Bindeglied zwischen den getrennt begehbaren Nutzungen bildet der zentral angeordnete Veranstaltungssaal bzw. die Bewegungsräume im Obergeschoss.

Das Tragwerk des neuen Baukörpers ist als Holzskelettbau mit Holz-Beton-Verbunddecken konzipiert. Die Anordnung des Systems erfolgt nach einem streng modularen System, das einen hohen Vorfertigungsgrad zulässt, ohne die gestalterischen Möglichkeiten einzuschränken. Dieses prägt auch das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes. Das Erdgeschoss bringt den Außenraumbezug durch großflächige Verglasungen zum Ausdruck. Geschlossene Fassadenelemente werden mittels dunkel lasierter Holzplatten bzw. Lamellen gestaltet. Farbige Akzente werden durch die rötlichen Textilscreens der Vertikalmarkisen und helle Fensterprofile geschaffen.