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Schäffergasse 10-12, Wien – Das dritte Obergeschoss entsteht

Die Neuerrichtung der Wohnhausanlage in der Schäffergasse geht planmäßig voran. Da nun alle Wände in den ersten beiden Obergeschossen vollständig betoniert sind, können die Arbeiten an der Decke darüber gestartet werden. Für die Wände im dritten Obergeschoss werden Fertigteile verwendet, … Weiterlesen

Schäffergasse 10-12, Wien

Projektdaten

Verfahren
Auswahlverfahren
Bauherr
Wiener Wohnen
Rosa-Fischer-Gasse 2
1030 Wien
Auftraggeber
STRABAG AG
Donau-City-Straße 9
1220 Wien
Ort
Schäffergasse 10-12, 1040 Wien
Planungsbeginn
05/2021
Baubeginn
06/2021
Fertigstellung
06/2023
Baukosten
keine Angabe
Auftragsumfang
Architekturplanung

Inmitten des dichten Stadtgefüges des vierten Wiener Gemeindebezirks wird eine Wohnhausanlage für die Gemeinde Wien geplant. Räumliche Ausformulierung und Fassadengestaltung werden sowohl durch das Ausweisen des Gebiets als Schutzzone, als auch durch den von der Stadt Wien gesetzten Fokus auf nachhaltiges Bauen bestimmt.

Entlang der beiden Straßenfronten des Eckgrundstücks wird ein Neubau in L-Form mit insgesamt acht oberirdischen Geschossen entwickelt, wobei die zwei letzten als Dachgeschosse ausgebildet sind. Die Gebäudekubatur orientiert sich an dem ehemaligen, im Jahr 2019 durch eine Gasexplosion zerstörten, Gemeindebau.

Der Wohnbau sitzt auf einem Erdgeschosssockel, in welchem ein Café- und Konditoreibetrieb für ein Sozialprojekt geplant ist. Vom Haupteingang gelangt man über den PKW-Aufzug in die Tiefgarage bzw. fußläufig in das durchlässige Stiegenhaus, welches das Bauvolumen in zwei Teile gliedert. Über den zentralen Erschließungsraum erreicht man den begrünten Innenhof, der mit Gemeinschaftsterrasse, Hochbeeten und Kleinkinderspielplatz, gemäß der historischen Idee des Gemeindebaus, einen offenen Kommunikationsraum bildet.

Die Zweiteilung des Gebäudes setzt sich in den Obergeschossen fort. Der rechts an den Erschließungsraum anknüpfende Bauteil beherbergt je Stockwerk eine größere Geschosswohnung. Links hingegen befinden sich mehrere durchgesteckte Wohneinheiten, welche über einen zentralen Laubengang erschlossen werden. Straßenseitig wird jeder Wohnung eine Loggia zugeordnet. Diese wird in die Fassadenebene gerückt, wodurch der Baukörper, gemäß den Bestimmungen der Schutzzone, sein klar definiertes Volumen behält.

Die Wohnhausanlage wird als Massivbau in Niedrigenergiehausstandard ausgeführt und auf dem Dach werden Photovoltaikpaneele errichtet. Die Heizung und die Warmwasseraufbereitung werden über eine Luft-Wärmepumpe betrieben. Die Straßenfassaden der Press- und Schäffergasse sind durch hochwertige und klimawirksame Fassadenbegrünung, in Form von horizontalen Blumentrögen und vertikalen Rankhilfen, gegliedert. Diese ermöglichen das Versickern des gesamten Oberflächenwassers unmittelbar auf dem Grundstück.